Musikjournalismus 2.0
Eckpunkte des neuem Masterstudiengangs
Musikjournalismus im Spannungsfeld des Web 2.0 bedeutet für den Musikjournalisten, die Kompetenz zu besitzen, tri- und multimedial zu denken. Er muss alle Medien mit den entsprechend gestalteten Inhalten beliefern können und in seinen Konzepten die Verzahnung von linearen wie auch nicht-linearen Medien "mit-denken". Im Zentrum stehen die Qualität musikjournalistischer Vermittlung und die Voraussetzungen für vernetztes, medienübergreifendes Arbeiten.
Neu und entscheidend war deshalb beim Entwurf des Masterstudiengangs "Musikjournalismus im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk", der seit dem Wintersemester 2010/11 angeboten wird, die Module des Studiengangs als medienübergreifende Kompetenzbereiche zu verstehen. Die medienbezogene Ausrichtung, die medienspezifische Praxis und die Spezialisierung finden innerhalb der Kompetenzbereiche statt. Der Masterstudiengang "Musikjournalismus im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk" baut auf ein integriertes Medienverständnis, das heute für Redakteure oder Autoren in jedem Medienunternehmen ein entscheidendes Kriterium ist. So wächst der Bedarf an journalistisch erfahrenen Mitarbeitern, die über Medien- und Genre-Grenzen hinweg denken und arbeiten können. Der Masterstudiengang Musikjournalismus vermittelt genau hierfür die Kompetenzen, denn Musik und Medien sind an vielen Stellen eine enge Symbiose eingegangen und Musik- wie Medienunternehmen zu multimedialen Content-Anbietern in der (Internet-)Welt des Web 2.0 geworden. Es geht um medienübergreifende Kenntnisse von Wahrnehmung und Dramaturgie, v ernetztes Denken und Handeln inhaltlicher und organisatorischer Art, Kompetenz im Hinblick auf sich verändernde Präsentationsformen und Produktionstechniken sowie Kategorisierung für Musikdatenbanken und metadatengestützte Ausspielwege.
In vier Semestern erlernen die Studierenden neben musikjournalistischen Vermittlungsformen stationäre und mobile Produktionstechniken, trimediale Ansätze zur Präsentation und Vernetzung von Inhalten sowie den Umgang mit Daten der Medienforschung. Praxisprojekte in Begleitung oder in Kooperation mit Vertretern universitätsexterner Medienunternehmen stellen einen wesentlichen Bestandteil des Studiums dar. Als Masterarbeit entsteht in Zukunft ein musikjournalistisches Feature, durch das der Autor seine Kompetenz in Themenfindung, Themengestaltung, Text, Interviewtechnik, Sprache, Präsentation, crossmedialem Denken und Medienproduktion nachweist. Der Masterstudiengang "Musikjournalismus im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk" bildet damit eine wichtige Ressource für die Musikredaktionen von Medienunternehmen, die auf fachlich exzellente, crossmedial ausgebildete und im Umgang mit digitalen Redaktions- und Produktionssystemen versierte Musikjournalisten angewiesen sind.
DER VIDEOCAST
In Zusammenarbeit mit dem BR entsteht das Videoformat "U21 - das Verhör" für BR-Klassik.
Download-Bereich
Bewerbungsformulare, Studienplan, Prüfungsordnung: Alle Unterlagen zum Studiengang hier im .pdf-Format herunterladen.